Riester fondssparen
Die Riester Rente ist eine staatlich geförderte Altersvorsorge, die als Ergänzung zur gesetzlichen Rente dienen soll. Damit möglichst viele eine solche private Absicherung eingehen, bietet der Staat fürs Riestern Zuschüsse und Steuervorteile. Angesichts der Prognosen, dass vor allem junge Menschen später einmal kaum noch eine Rente aus dem Topf der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten werden, lohnt sich diese Investition so oder so. Dank des zusätzlichen Gelds vom Staat gleich doppelt.
Riestern darf jeder, der gesetzlich rentenversichert ist. Doch auch Beamten ist der Abschluss eines Vertrags erlaubt. In der Regel erhält jeder, der eine Riester-Rente abgeschlossen hat rund 150 Euro pro Jahr zusätzlich, pro Kind gibt’s noch eine Extra-Zahlung. Sollte eine Steuererstattung günstiger ausfallen, wird diese gewährt.
Eine Möglichkeit zu „Riestern“ ist das Riester fondssparen. riester fondssparen gilt als kostengünstige und ertragsreiche Variante der Altersvorsorge und bietet im Vergleich mit anderen Produkten die höchste Renditechance. Dabei entspricht das riester fondssparen im Grunde dem üblichen Fondssparen: Monatlich eingezahlte Beträge werden in Investmentfonds angelegt. Viele Banken empfehlen, dass junge Menschen vor allem in Aktienfonds investieren und das Angesparte dann erst später in Fonds umschichten, die als wertsicherer gelten. Andere setzen von Anfang an auf mehr Sicherheit, wobei bei langen Laufzeiten oft die Regel gilt, in der Anfangsphase möglichst hohe Zinsen und damit einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen, um die Summe dann sicher für das Alter beiseite zu packen. Bei riester fondssparen mit kurzer Laufzeit wird meist in festverzinsliche Wertpapiere investiert, bei riester fondssparen mit mittleren Laufzeiten setzen die Banken auf eine Mischung aus Aktien- und Rentenfonds. Laut der Anbieter von riester fondssparen lohnt sich diese Altersvorsorge vor allem für junge Menschen, deren Renteneintritt erst in 20 Jahren oder später erfolgt. Durch die lange Laufzeit gleichen sich Kursschwankungen gut aus, so dass die Hoffnung auf eine hohe Rendite nicht unbegründet ist.
Ebenso wie bei anderen Riester-Produkten werden auch beim riester fondssparen staatliche Zuschüsse gewährt. Diese werden ebenso wie die eingezahlten Beträge im Zuge des riester fondssparen am Ende der Laufzeit, also zum Renteneintritt garantiert ausgezahlt. Keine Garantie gibt es jedoch für mögliche Zinsen. Hier trägt der Anleger das Risiko.
Neben der möglichen hohen Rendite hat das riester fondssparen einen weiteren Vorteil: Die so genannte Abgeltungssteuer, die auf Kursgewinne und Dividenden gezahlt werden muss, entfällt beim riester fondssparen. Darüber hinaus ist die Rente, die durch das riester fondssparen entsteht, „Hartz IV“- und pfändungssicher.
Und: riester fondssparen kann jederzeit gekündigt werden. Wer jedoch frühzeitig aus seinem Vertrag aussteigen will, muss mit Einbußen rechnen. Nicht immer wird die gesamte Summe, die im Zuge des riester fondssparen eingezahlt wurde, nach kurzer Laufzeit vollständig zurückerstattet.
Mit welcher Rente am Ende des riester fondssparen zu rechnen ist, hängt von den jeweiligen Kursen ab – und den Kosten, die seitens der Fondsmanager oder Banken für den Verwaltungsaufwand erhoben werden, mit dem das riester fondssparen einhergeht. Hier lohnt sich eine genaue Prüfung, denn die Verwaltungs- oder auch Depotgebühren unterscheiden sich stark. Wer erst nach Vertragsabschluss merkt, dass ihm die Gebühren zu hoch sind, kann beim riester fondssparen jederzeit zu einem anderen Anbieter wechseln. In der Regel kostet dies etwa 50 Euro.
